Mjays Planet

Vom Suchen

Posted in Persönlich by Martin Spindler on March 13, 2009

Jetzt sitz ich mal wieder hier im Oberholz. Das liegt daran, dass ich hier ne vernünftige Internetverbindung habe. In dem Zimmer, in dem ich derzeit zur Zwischenmiete wohne, muss ich mich immer mit meiner “Vermieterin” einigen, wer jetzt gerade ins Netz darf. Es gibt da nur ein Kabel.

Also sitz ich mal wieder im Oberholz, das um diese Zeit ganz schön überfüllt ist. Der Strom geht zur Neige, und ein Platz mit Steckdose ist noch nicht in Sichtweite. Und ich suche nach Zimmern. Nach WG-Zimmern. Es heißt immer, es wäre so verdammt einfach, in Berlin eine Bleibe, ein WG-Zimmer, eine Wohnung zu finden. Dem scheint nicht so zu sein.

Ein vernünftiges Zimmer in der Kürze der Zeit zu finden, scheint nahezu unmöglich zu sein. Entweder die Zimmer sind viel zu klein und überteuert, ab vom Schuss oder die Offerierenden gerieren sich schwäbischer als die Schwaben, die man noch aus Heidelberg kennt. Bei der Wohnungssuche in Berlin könnte man den Eindruck gewinnen, Berlin sei einem kollektiven Putzwahn verfallen. Eine Vermutung, die sich im Stadtbild so eigentlich nicht widerspiegelt. Als Raucher hat man es ja traditionell eh schwieriger. Was ja auch verständlich ist, wir riechen nun einmal ein bisschen anders, wir Raucher. Das es allerdings schon schwieriger wird, nur weil man als XY-Chromosomträger auf die Welt kam, habe ich nicht vermutet.

Man sieht so einiges, wenn man den Berliner Wohnungsmarkt durchstöbert. Da gibt es wunderbare Zimmerangebote in teilrenovierten Fabriketagen in Kreuzkölln, die leider schon längst vergeben sind. Und da gibt es die 12 qm-Spelunken über der angesagten Kneipe im Kiez, die trotzdem knapp 300 Euro kosten sollen.

Und dann stellt sich natürlich immer noch die Frage: wo will man eigentlich wohnen? Und diese Frage ist ja essentiell. Es ist also nicht unbedingt förderlich, wenn man hierauf keine Antwort weiß, so wie es bei mir derzeit aussieht.

Wie dem auch sei, die Suche nach dem passenden Zimmer geht weiter. Irgendwo in Berlin muss es dieses Zimmer doch geben, dass eine gute Lage, annehmbare Größe, vernünftigen Preis und coole Leute vereint. Ich werde danach suchen. (Und Hinweise sind natürlich gerne wilkommen.)

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Nach Pause kommt Fast-Forward, oder?

Posted in Persönlich by Martin Spindler on March 2, 2009

Das war jetzt aber ne lange Pause. So lange habe ich sie selbst gar nicht eingeplant. Und dennoch hat sich das ganze einfach so ergeben. Wie sich so vieles in letzter Zeit einfach ergeben hat.

So hat es sich zum Beispiel ergeben, dass ich diesen Post bei meinem ersten Besuch in diesem komischen St. Oberholz, von dem im Internet immer so viele schreiben, schreibe. Wieder so ein Fall von Digital-Analog-Schere. Im Netz sah das anders aus. So wie es aussieht hält sich auch die Anreise für die re:publica 09, auf die ich hier noch einmal ausdrücklich hinweisen will, in Grenzen.

Aber was soll das drumrumgerede: ich bin in Berlin, und ich bleibe erstmal hier. Noch kann sich das mit der Orientierung bessern, auch wenn ich nicht wie René in der U-Bahn ständig um mich schauen muss, und wo hier was ist, abgeht, erlebt werden kann, und ähnliches, wird sich natürlich auch erst noch zeigen müssen. Aber was solls.

Das Neue ist immer auf eine gewisse Art aufregend und faszinierend. Genau das macht den Umzug, den Neuanfang ja so spannend. Da bleibt keine Zeit, kein Raum für Melancholie, auch wenn das sicherlich gerechtfertigt wäre. Ich hatte eine gute Zeit in meiner alten Heimat, Heidelberg, und einige gute Freunde dort. (Und man glaubt es kaum, einige davon haben kein Internet!)

Jetzt also Berlin. Mal schauen was so passiert.

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Ruhepause, oder was?

Posted in Persönlich by Martin Spindler on January 20, 2009

Hier ist es in letzter Zeit ja verdammt ruhig geworden. Ok, es hat sich schon abgezeichnet, als die Postingfrequenz deutlich abnahm. Aber derzeit sind da noch so ein paar Sachen, die erst einmal der Erledigung harren, bevor es hier wieder weitergeht. Wie es dann hier weitergeht, steht dann auch noch aus. Mal schauen.

In der Zwischenzeit kann man meine Netzfundstücke aber in meinem neuen Tumblr nachverfolgen. Will euch ja nicht ganz auf dem trockenen sitzen lassen.

Achja, einen Hinweis noch: ist zwar auch noch ganz frisch und wird sich sicher noch weiter entwickeln, aber hier gibt es für ein paar Tage auch schon einiges zu sehen.

The Global Village oder: Paris an einem Wochenende

Posted in Persönlich by Martin Spindler on October 28, 2008

Spontane Ideen haben ja die Neigung, die besten zu sein. Und ein spontaner Trip nach Paris kann sicherlich nicht als schlechte Idee gelten, es sei denn mein Verständnis von schlechten Ideen ist mal wieder komplett ab von dem, was man gemeinhin als normal bezeichnet. Anyway, ich war das Wochenende in Paris. Und habe mal wieder festgestellt, dass keinen Plan haben meistens der beste Plan ist.

Was noch nicht einmal mit meiner derzeitigen Lektüre des Passig/Lobo-Buches zusammenhängt, sondern einer Begegnung in Paris, die dem Ausspruch “Die Welt ist ein Dorf” eine doch sehr anschauliche Bedeutung gibt.

Also starten wir von vorn. Ich erhalte am Donnerstag so gegen Abend den Anruf, dass bei ein paar Freunden noch ein Platz bei deren Fahrt nach Paris frei ist. Ohne viel nachzudenken sage ich zu (wann kommt man schon mal so günstig nach Paris?) Und so sitze ich also nichtsahnend, mit Kamera und Notizbuch bewaffnet, am Freitag so gegen Mittag im Auto nach Paris. Geplant war eigentlich nur: Paris sehen. Was ne ganze Menge ist, wenn man mich jetzt so fragt, aber so Städte sehen auf den Stadtplänen ja auch immer kleiner aus, als sie eigentlich sind.

Unglücklicherweise begann “Paris sehen” mit dem Besuch einer amerikanischen Bar (sic!) direkt nach dem Check-In im Hostel. Na gut, der Mensch ist ein soziales Tier, also hält man es ne Weile aus. Außerdem sind die wenigen Frauen mit denen man sich so unterhält (englisch natürlich) eigentlich ganz nett. Irgendwann wird dann doch mal beschlossen weiterzugehen. Aber wie das bei größeren Gruppen immer so ist: man kann sich erstmal nicht einigen. Und wie das dann bei betrunkenen deutschen meistens so ist, werden diese auf der Straße meist ziemlich laut (was von den Franzosen sofort mit dem Kommentar quittiert wurde: “Ihr seid deutsche oder? Niemand schreit in Paris so auf der Straße rum.”) Und hier beginnt die Wendung des Abends, in dem Moment in dem man in die Planlosigkeit springt.

Ich setzte mich irgendwann einfach mit einem Kumpel ab und wir liefen ziellos durch das nächtliche Paris, was ersteinmal für eine gute Kulisse für so einige Unterhaltungen sorgte. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, sind die besten Stadtbesichtigungen eigentlich die, die mit Gesprächen verbunden des Nachts stattfinden. Also liefen wir durch Paris. Notre Dame, Hôtel de Ville, Centre Pompidou, und irgendwann nur noch im Kreis. Ziel war eigentlich der Place de Republique, aber in Retrospekt war es wohl glückliche Wendung, zweimal an St. Paul vorbeizulaufen und dann zu beschließen am Place de la Bastille erst vorbeizuschauen und dann in die dortigen Kneipenstraße einzubiegen.

Denn keine zweihundert Meter in der Straße, an irgendeiner generic bar, sehe ich das Gesicht einer Heidelberger bekannten, die noch bis vor 3 Wochen in einem hiesigen Wohnheim gewohnt hat. Und die Überraschung auf beiden Seiten war groß. Da fährt man schon nach Paris (bzw. zieht nach Paris) und dann läuft man doch wieder bekannten Gesichtern über den Weg.

Letzlich erwieß es sich als Glücksfall, jemanden zu treffen der sowohl Dolmetschen kann und sich in der Stadt auskennt. Denn neben der Beobachtung, dass die Welt auch in den größten Metropolen Europas (unabhängig dieser Erfindung namens Internet) ein Dorf ist, stellt man fest, dass man bei den Franzosen wirklich nicht weit kommt, wenn man außer “parle inglaise?” kein französisch spricht, geschweige denn in irgendwelche Clubs kommt. Außerdem hilft es, wenn jemand einem sagt, wo man Bier oder Kaffee zu erträglichen Preisen bekommen kann.

Was lernt man also aus so einem spontanen Trip? Spontaneität und Planlosigkeit zahlen sich aus. Paris ist teuer, aber überwältigend. Und Heidelberg ist viel zu klein.

Fotos vom Trip gibt es, sobald ich es geschafft habe, die Filme sowohl in die Entwicklung zu geben und abzuholen als auch einzuscannen. Also wohl so in 3 Monaten oder so.

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Nochmal was am Design gemacht…

Posted in Persönlich by Martin Spindler on May 19, 2008

So, im Rahmen des bei WordPress.com möglichen habe ich hier noch mal einiges umgestaltet, da das vorherige Design eh nur als Übergangslösung gedacht war. Bis auf das Design bleibt hier natürlich alles beim alten, es sei denn, ich schaffe es demnächst tatsächlich mal, etwas regelmäßiger zu schreiben.

Demnächst geht’s weiter

Posted in Persönlich by Martin Spindler on May 6, 2008

In letzter Zeit wurde hier zu meinem Bedauern etwas wenig gepostet. In Kürze geht es jedoch wieder weiter. Daher: bis demnächst.

Mjays

Analoge Fotografie

Posted in Persönlich by Martin Spindler on March 24, 2008

Letzten Sommer habe ich mir ja eine alte analoge Spiegelreflexkamera gekauft, die aus einer Haushaltsauflösung kam. Es handelt sich hierbei um eine Konica T3 aus dem Jahr 1974 und diese Anschaffung wurde nötig, da mir der externe Belichtungsmesser, den ich bei der noch älteren EXA 3B meines Vaters mit mir rumtragen musste, langsam lästig wurde.

Es sind schon einige schöne Bilder mit der Kamera entstanden, auch wenn noch lange nicht alle Filme die verschossen wurden, entwickelt sind. Was mich auch schon zum nächsten Punkt leitet.

Zwischenzeitlich ärgerte ich mich bereits, dass ich nicht direkt auf digitale Fotografie umgestiegen bin. Die Vorteile scheinen auf der Hand zu liegen – niedrigere Betriebskosten und sofortige Verfügbarkeit der Bilder. Die Anschaffungspreise sind dafür recht hoch – dürften sich bei dann zu erwartender Bildrate jedoch schnell armortisieren, zieht man in Betracht, dass ein einfacher 36er S/W-Film in ISO 400 mittlerweile gut 5 Euro kostet und die Entwicklung noch einmal gut zu Buche schlägt.

Nun, das Wochenende war ich mal wieder Fotografieren, und wie der Zufall es wollte, war eine Freundin aus Dresden mit dabei, die eben eine solche digitale Spiegelreflexkamera hat. Und ich muss sagen, dass ich froh bin, analog zu fotografieren.

Warum? Natürlich, die Bilder sind sofort verfügbar. Aber mich reizt es mittlerweile, warten zu müssen, bis ich sehe, was ich getroffen habe. Ich habe das Gefühl, man macht sich dadurch ein paar mehr Gedanken, was man eigentlich ablichtet. Ich gehe mit meiner Kamera raus und schieße ein paar Fotos (im Gegensatz zum Bilder machen) – komme nach Hause, und wenn es ungünstig läuft, liegen diese Fotos erst einmal ein halbes Jahr in der Filmdose in meinem Kühlschrank, bis ich sie zum Entwickeln bringe.

Wenn ich die Bilder dann abhole, bin ich meist überrascht darüber, was ich eigentlich fotografiert habe – an einige Situationen kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern. Und genau das macht für mich derzeit den Reiz aus – dieses Moment des Wartens. Den Film einfach liegen lassen um später zu sehen, was daraus geworden ist.

Ich werde sicher auch früher oder später digital fotografieren – derzeit ist das eher eine Frage des Budgets. Aber ich werde weiterhin analoge Fotos schießen – es ist einfach die reizvollere Variante der Fotografie. Man wird noch überrascht.

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The Internet isn’t evil

Posted in Persönlich by Martin Spindler on March 13, 2008

This one’s in english. Don’t ask me why. It just occured to me.

A lot of my friends have been asking me recently why I do what I do. Why am I blogging? Why do I use Twitter? Why do I open myself up to the internet? And why do I make my thoughts, my data, my life, public for possibly everyone to see?

The answer to that indeed isn’t easy.

First, there is the question of why I am blogging. Well, the answer to that is rather simple: because I think that, as everyone is granted right to free speech, I can and should make use of that right. The difference between classic vocal speech is tremendous – blog posts are accessible for everyone to read and, as manpower to delete becomes more expensive than additional storage capacity, stored for possibly forever.

It get’s more complicated, when it comes to the matter of privacy. There’s no easy solution as there are different points of view. My point of view is probably best described by Volker Strübings post Daten brauchen keinen Schutz. Die können auf sich selbst aufpassen.

The conflict of free speech and privacy is well described by Daniel J Solove in his latest book The Future of Reputation. (downloadable CC, via) It is up to us what to make of it.

For my part, I’m blogging, I’m on Twitter and half a dozen other social networks. I use both GoogleDocs and Microsoft Office Live and still I’m not (yet) being spammed. I do that, because all of these tools have their use.

Basically, I want to speak out to those who I know, who’re still afraid of participating in what the media calls the web 2.0. The web isn’t evil. Just give it a try. You’ll like it.

Ver.di streikt auch in Heidelberg

Posted in Persönlich by Martin Spindler on March 6, 2008

Auf Xing gerade über einen Hinweis auf folgende Pressemitteilung gestolpert.

Um ihre Fahrgäste nicht zu verunsichern, hat sich die RNV daher entschlossen, im Verkehrsgebiet Heidelberg ihre gesamte Dienstleistung konsequent einzustellen:

Am Donnerstag, 6. März 2008, fahren in der Zeit von etwa 3.30 Uhr bis etwa 13 Uhr weder die Busse noch die Bahnen der Rhein-Neckar- Verkehr GmbH in Heidelberg und den Vororten.

Nun, das kann ja spannend werden. Letzte Woche bin ich ja schon, gerade aus meiner Haustür herausfallend, mitten in die Demonstration der ver.dianer gestolpert und hatte alle Mühe, mich der Hauptstraße entlang bewegen zu können. Nicht das es viele Demonstranten gewesen wären, sie haben sich lediglich breit gemacht.

Morgen also der Streik im Verkehr. Und das muss ich 2 Stunden bevor es losgeht mitkriegen. Wo krieg ich jetzt ein Fahrrad her?

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Barbegegnung

Posted in Persönlich by Martin Spindler on February 28, 2008

Was es nicht alles gibt.
Da geht man unschuldig an einem Mittwoch abend in seine Stammkneipe, und wer sitzt dann da?
Der Chef persönlich.
War dann ein kurzes aber unterhaltsames Gespräch.

Achja, wen es interessiert: Am Freitag stehen Ernie und Dio wieder hinter der Theke. Verspricht, ein lustiger abend zu werden.

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