Mjays Planet

German Politics and the Internet – What?

Posted in Politik by Martin Spindler on March 20, 2010

As I mentioned before, I’m currently attending the Politcamp in Berlin. I’ve been at this event last May already, and given the copy to advertise this event and some admittedly high-profile speakers, I was quite thrilled. After all, German politics didn’t yet really get the internet, or the ramifications thereof.
So this morning I walked the 5 blocks to the conference venue expecting some interesting discussions and and maybe one or two ideas which were new.
It turns out none of that happened. It turned out that this “Barcamp” suffered from what a lot of the internet-focused groups nowadays suffer: they lack, so to speak, balls. They lack balls in the sense that nobody dares to talk about how things could be, nobody talks about what they envision, but everybody talks about how the current state of affairs turns out and complains about not being able to operate as before.

This needs to stop. We don’t need another discussion about where we are. We know this already. The internet is here, and I presume it’s here to stay. Educating others about this indeed is necessary. But this should not happen on the expense of developing ideas, of envisioning how things might be. And we need to have these discussions. We need to talk about where this is going and where it should go, we need to develop ideas, we need to envision the future. In continuing what we do, we make sure this doesn’t happen, but talk about the status quo, or even worse, complain about how good we all were off in the status quo ante.

So, I agree with @cemb when he says: “I wished for more tangible results, less talk and more deeds.”

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I doubt, though, whether this format, and by extension, the format of the BarCamp really can provide for this.

So far my rant for day one. Keep posted for day two. And of course, get in touch if you think I’m completely off.

Politcamp

Posted in Politik by Martin Spindler on March 20, 2010

Currently, I’m attending the politcamp in Berlin. If you’re there, let’s meet.

Das Internet streikt

Posted in Politik by Martin Spindler on April 22, 2009

Ich kann nur zustimmen. Das Netz findet in der Politik derzeit nur unter den Vorzeichen statt, wie man es denn benutzen könne, um möglichst einen Obamawahlkampf zu führen, ergo: “Wie kann ich das Netz benutzen, um die Wahl zu gewinnen?”

Schade eigentlich, dass so ein komisches Verständnis von “Wahlvolk” vorliegt. Jedenfalls gebe ich mspro hier volkommen Recht. Wer im Bundestag für die Internetzensur stimmt, sollte meiner Meinung nach mit einem Onlinewahlkampf keinen Erfolg haben dürfen. Aber das wird, bei einem solchen Verständnis vom Netz, wohl eh nicht der Fall sein. Denn, was das Netz angeht, werden wir von Von Laien Regiert.

Und damit verweise ich auch gleich auf die heutige, von Spreeblick initiierte Protestaktion anlässlich des heute wohl stattfindenden Kabinettsbeschluss zur Internetzensur. Das Internet streikt heute.

Wahnsinn mit Methode? Die Jungen in der CDU.

Posted in Politik by Martin Spindler on April 20, 2009

So langsam krieg ich ja richtig gehend Angst vor den jungen Radikalen bei den Konservativen. Die scheinen langsam den Bezug zur Realität zu verlieren. Nicht nur, dass ein Gottfried Ludewig, zu dem ich damals mal was für die Liberale Hochschulgruppe geschrieben habe, wie ich aus der Dummy erfahren habe, jetzt in Berlin Prenzlauer Berg kandidiert, somit also signalisiert wird, dass den CDU-oberen Leute mit, sagen wir es gelinde, nicht ganz verfassungskonformen Ansichten nicht nur egal sind, diese vielmehr noch weiter gefördert werden.

Jetzt kommt aus der JU NRW auch noch der absurde Vorschlag, man solle sich für YouTube mit seiner Personalausweisnummer (was für ein Unwort) registrieren müssen. Da hat wohl jemand was nicht ganz verstanden. Nehmen wir zu Gunsten der JU NRW mal an, der Vorschlag ist nicht wirklich ernst gemeint und es handelt sich hier umn einen Publicity-Stunt.

Dennoch zeugt der Vorschlag von einem ungemeinen Unverständnis über die Strukturen des Netzes, denn selbst wenn sich eine Registrierungspflicht durchsetzen ließe, was meiner Meinung nach schon mehr als Zweifelhaft ist, würde dies zu einem schlagartigen Wechsel der Plattform führen. Somit verlagerte sich das Problem einfach auf die nächste Plattform. So viel zur Effektivität dieses Vorschlags.

Was mir jedoch wirklich Gedanken macht, ist dieses radikalisierte Welt- und Menschenbild, welches zunehmend auch von den Jungen innerhalb des konservativen Dunstkreises der CDU gepflegt wird. Nun, da eine Zensur von Netzinhalten scheinbar bald Realität wird, treten die jungen “Nachwuchsorganisationen” nochmal nach und fordern mal wieder die kulturelle Meinungshoheit in einem Raum, den sie weder kennen noch beherrschen können.

Wenn das also die neue Bürgerlichkeit ist, von der noch vor ein paar Jahren so gerne geschrieben wurde, dann stellt sich zwangsläufig die Frage, inwiefern eine solche Strömung, die ja gerne mal die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit propagiert und Leistungsträgern (welche in der selbstwahrnehmung klassischerweise immer sie selbst sind) noch mehr Anreize bieten will, unter den neuen Bedingungen einer digitalen Welt bestehen kann.

Das Internet und die Politik ist ja eh so ein Reibungsthema, und ich gebe Markus Beckedahl Recht, der auf der re:publica anmahnte, dass es doch nicht sein könne, dass sich in unserer Legislative scheinbar keiner befindet, der ein einigermaßen profundes Verständnis des Internets hat. Nicht zuletzt deswegen bin ich gespannt, was auf dem PolitCamp in anderthalb Wochen so diskutiert wird.

Wenn jedoch auch die Jugendorganisationen, wie hier die der CDU, keinerlei Verständnis für die Strukturen und Mechanismen des Internets hat, dann frage ich mich natürlich, wie eine solche Partei bei solchem Nachwuchs überhaupt noch bestand haben will.

Talking ’bout my generation?

Posted in Politik by Martin Spindler on April 16, 2009

Und ich gebe zu ich bin ziemlich kriegsgeil,
ich will dabei sein wenn das alles explodiert,
und dann tot sein oder aufstehen aus Asche und Trümmern,
und zusehen dass der Laden wieder funktioniert.

Gisbert zu Knyphausen, “Der Blick in deinen Augen”

Es wird mal wieder über die Generation auf Beruhigungsmitteln geschrieben. Es wird sich mal wieder beschwert, eine Generation kriegte Ihren Arsch nicht hoch. Konkret: Johannes Pennekamp regt sich auf Carta über die 25-jährigen auf. Und reiht sich damit ein in den Chor derer, für die die Jugend mal wieder keinen Arsch in der Hose hat. Ob es nun die De:Bug ist, die fragt warum die Jugend nicht mehr rebelliert, oder der Focus, den ich neulich bei meinen Eltern las, und der sich vornahm, mal eben ein Psychogramm der Befindlichkeit unserer Jugend zum heutigen Tag zu zeichnen, und auch da feststellen wollte, dass die Jugend nicht mehr so ist wie sie mal war.

Leider hat Falk seinen Beitrag wieder offline genommen Falk’s Artikel, in dem er einfach “wir” mit “ich” ersetzt hat, ist wieder Online und beschreibt am besten das Argumentative Problem, das Herr Pennekamp hat.  Denn eines ist sicher: wer heute von seiner Generation spricht, hat eigentlich nichts, worüber er sprechen kann. Herr Pennekamp reißt das so ein bisschen an, ohne es wirklich zu realisieren, wenn er davon schreibt:

Unsere eigene Identität ist dagegen unbekannt. Es wäre schwer, ein Fahndungsplakat für unsere Generation zu entwerfen: 25 Jahre, gut ausgebildet, orientierungslos umherirrend. Besondere Eigenschaften: keine.

Das hat nicht unbedingt etwas mit einem unpolitischen bzw. an Politik nicht interessierten Lebenswandel oder -stil zu tun, sondern sagt vielmehr eigentlich nur aus, dass man den 25-jährigen an sich nicht mal eben einfach schnell kategorisieren kann. Und das ist ja eigentlich auch ganz gut so, diese Individualisierung. Das zeigt nämlich, dass frühere Proteste, die auch nicht von der Breite ausgingen, aber das nur nebenbei, Wirkung entfaltet haben. Man sollte nicht von seiner Generation schreiben, wenn man sich selbst meint.

Und was meint Herr Pennekamp denn? Mal was machen? Bisschen Politik spielen? Oder das System umwerfen? Bisschen unspezifisch, so, für meinen Geschmack. Und da sind wir nämlich auch schon beim eigentlichen Problem: Generalthesen holen niemanden von dieser beschworenen Generation 25, die ja so gut ausgebildet ist, vom Computer weg oder aus dem Café raus, weil sich die Erkenntnis durchgesetzt hat: es sind Generalthesen. Und deren praktische Umsetzung ist ziemlich nervenaufreibend und unsexy. Der Teufel liegt, wie so oft, im Detail.

Aber Anstatt zu mindest mal eine Generalthese mit einzubringen, mal zu sagen, was der gut ausgebildete 25er hypothetisch tun könnte, wenn er denn mal Zeit hat, das fällt der schreibenden Kunst schwer. Und dann wird der Diskurs zur Wirtschaftskrise, der gerade erst anfängt sich von Populismen zu erholen und somit zu etablieren, rüde missbraucht, um mal wieder gegen die böse, faule Jugend schreiben zu können.

Und was dann bleibt, ist eigentlich zu deprimierend, um sich darüber aufzuregen. Denn aufgeregt wird sich, dass andere aus der eigenen Altersgruppe sich nicht aufregen. Ein komisches Leben ist das.

The Big Day

Posted in Politik by Martin Spindler on November 4, 2008

Heute ist also der große Tag. Election Day. Ich sollte wohl tiefgründigeres schreiben, wo doch alle von der historischen, alternativ aber auch von der Schicksalswahl schreiben. Ich schreib nur: vote already.

Dann haben wir zumindest den Wahlkampf endlich hinter uns. Und können mit den Ergebnissen arbeiten.

Achja, ein Tipp noch an die deutschen Parteien: Wir haben hier nächstes Jahr ja auch Wahlen. Versucht euch bloß nicht an einer Kopie der Obama-Online-Kampagne. Ihr versaut es eh nur. Unser System ist anders und viel wichtiger: ihr seid anders. Also lasst es. Das geht nur schief.

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Nicht schlecht Herr Böss – eine polemische Replik

Posted in Politik by Martin Spindler on November 2, 2008

Ich kenne Herrn Gideon Böss nicht, der für Welt Online ein Blog betreibt, doch letzte Woche ist er mir doch aufgefallen. Denn Herr Böss schreibt über die Einladung des ehemaligen iranischen Staatspräsidenten Muhammad Chatami an die Universität Freiburg und beschwert sich darüber, dass solche Personen mit offenen Armen empfangen würden, Personen wie Joseph Ackermann jedoch vermutlich ausgebuht würden.

Natürlich fällt einem bei dieser Argumentation, die sich in den klassischen Klischees der Verdammung der Sozialwissenschaften als antikapitalistisch ergeht, der alte Sinnspruch unseres mittlerweile zu Elder Statesman-Weihen gelangten Alt-Bundespräsidenten-kanzler Schmidt ein, der sagte:

Wir haben viel zuviel Soziologen und Politologen. Wir brauchen viel mehr Studenten, die sich für anständige Berufe entscheiden, die der Gesellschaft auch nützen.

Herr Böss, ich kann verstehen, dass Sie sich eher dem konservativen Flügel zuordnen, auch wenn ich Ihre Gesinnung nicht teile. Es ist schwer, sich mit Argumenten auseinanderzusetzen. Es ist schwer, auch eine Person wie Muhammad Chatami, die ja als ehemaliges Staatsoberhaupt des Iran, dem erklärten Bösen, richtig einzuordnen. Es ist natürlich noch schwerer, wenn man wie Sie sagt:

Warum besteht diese Partnerschaft eigentlich? Ich meine, dass man auf ein abgrundtief böses System positiv einwirken und es durch Argumente zur Selbstauflösung bringen kann, glauben doch ernsthaft nicht einmal mehr die fünf letzten Ostermarschierer.

Herr Böss, eine universitäre Partnerschaft besteht nicht immer zu dem Ziel, ein Land zu beeinflussen bzw. in eine gewisse Richtung zu lenken. Manchmal bestehen Partnerschaften auch dazu, etwas über den Partner zu lernen. Um an persische Quellen zu kommen, um Austausche zu kulturellen und sprachlichen Studien zu ermöglichen, ist eine Partneruniversität ein sehr gutes Vehikel. Nur leider scheint das nicht Ihrem Weltbild zu entsprechen.

Ich weiß nicht wo Sie studieren, Herr Böss, und ich weiß nicht, was Sie studieren. Aber es muss ein grausame Zeit sein, wenn Sie als betonter Wertkonservativer mit so vielen linken Studenten in ein Seminar gesperrt werden. Vielleicht haben Sie aber den wissenschaftlichen Anspruch, den Sie an Ihr Studium stellen schon längst verloren. Vielleicht sehen Sie aber auch Ihr Selbstverständnis und Ihr Weltbild in Gefahr, wenn Sie in Ihrem zweiten Streich Ihre Vorstellungen von Universitätsreform kundtun:

Mein Vorschlag wäre, zuerst einmal alles aus der Uni zu verbannen, was mit Wissenschaft nichts zu tun hat. Der ganze Gender-Quatsch zum Beispiel.

Her Böss, ich möchte Sie ungern daran erinnern, dass jenes Konstrukt, welches unsere Gesellschaft grundlegend von solch abgrundtief bösen Systemen wie dem Iran unterscheidet, unter anderem auch in der Freiheit der Forschung und Lehre fußt. Denn dies wissen Sie ja sicherlich. Denn immerhin kennen Sie den Iran ja ganz gut.

Kommen wir jedoch erst einmal zurück zu Muhammad Chatami, der Aufhänger für Ihre Pauschalkritik an den deutschen Sozial-, Geistes- und Erziehungswissenschaftlern. Was haben Sie gegen einen ehemaligen Staatspräsidenten, der antrat, den Iran zu einem weltoffeneren Land zu machen? Was haben Sie gegen einen ehemaligen iranischen Staatspräsidenten, der Christen und Juden die Hand ausstreckt, ja, der sogar von Papst Johannes Paul II gewürdigt wird? Es tut mir Leid, aber dieser Mann eignet sich wirklich nicht für Ihren Aufhänger. Vielleicht hätte der Besuch Ahmadinejads an der Columbia University was hergemacht, der ist immerhin radikaler, aber da stand ja der Diskurs im Vordergrund.

Nun gut, der Fall Chatami sollte ruhen. Bleibt Ihre Schelte an den Studenten, die ja von Grund auf Links und Antikapitalistisch sind, die Massenmörder feiern und für die der amtierende amerikanische Präsident ein schlimmerer ist, als Adolf Hitler. Really?

So weit ich in meiner Universitätskarriere zurückschaue, und glauben Sie mir, ich habe schon einiges studiert, überwog immer die fachliche Diskussion. Natürlich wurden auch Fragen bezüglich der politischen Orientierung erörtert, aber eben unter soziologischen oder politologischen Vorzeichen. Und mit der Einsicht, dass Weltanschauungen eben verschieden sind. Der freie Meinungsaustausch, Herr Böss, ist das Fundament unserer Gesellschaft. Und da müssen auch Studenten, die andere Ansichten haben, als Sie eine Stimme haben, genau in dem Umfang, in dem auch Sie eine Stimme haben.

Herr Böss, ich kann vollumfänglich verstehen, dass Sie sich an Ihrer Universität nicht wohlfühlen. So viele unterschiedliche Gesichtspunkten, so viel Dekonstruktionismus und linkes Gedankengut sind schlecht für die geistige Gesundheit des eigenen Weltbildes. Aber Erschütterungen gehören dazu. Niemand hat gesagt, dass wissenschaftliche Erkenntnis einfach zu haben ist. Niemand hat gesagt, man käme unbeschadet durch die Uni. Einer der großen der Politischen Wissenschaft in Deutschland, Werner J Patzelt, sagt in seinem Einführungsbuch in die Politikwissenschaft sinngemäß sogar, dass es symptomatisch für Studenten der Politikwissenschaft sei, nicht mehr voll hinter politischen Aussagen stehen zu können; eben weil diese anders bewertet und durchleuchtet würden.

Nicht die Geisteswissenschaften, nicht die Erziehungs- oder Sozialwissenschaften sind Ihr Feind, Herr Böss. Auch wenn das so aussehen mag. Denn wenn diese wegfielen, mit alledem, was Sie als unwissenschaftlich bezeichnen, verlören wir einen wichtigen Teil dessen, was uns als liberal-demokratischen Staat und Gesellschaft ausmacht: den freien Meinungsaustausch und die Diskussion über neue Ideen.

Als ich die Polizei im Hörsaal sah

Posted in Politik by Martin Spindler on October 29, 2008

Es ist lange her, dass ich Menschen beiwohnte, die mit Worten wie “unerzogen” oder “unanständig” um sich warfen. Für mich haben diese Begriffe, die meist zur Mäßigung auffordernd verwendet werden, den Beigeschmack der wahrgenommenen moralischen Überlegenheit. Man kann andere nur als unerzogen oder unanständig bezeichnen, wenn man von sich selbst behauptet, zu wissen, was (gut) erzogen und anständig bedeuten zu haben. Und wie sich das äußert sieht man ja schließlich an sich selbst, dem gut erzogenen und anständigen Menschen. Das ist für mich einfach zu viel moral high ground.

Aber die Verwendung passte in die Veranstaltung, bei der eben diese Worte fielen. Der Wissenschaftsminister des Landes Baden-Württemberg war zu Gast in Heidelberg. Der Minister sprach auf Einladung des RCDS zum Thema Studiengebühren. Sowohl der RCDS als auch die Gebührengegner waren anwesend. Und damit ist eigentlich alles gesagt, den Rest könnte sich jeder selbst ausmalen. Aber einiges an diesem Abend verlief doch zu ungewöhnlich. (more…)

Finanzkrise nochmal

Posted in Politik by Martin Spindler on October 6, 2008

Es bebt ja gerade. Fast sämtliche Indizes rund um den Globus sind heute gefallen, und langsam wird einem ganz mulmig, wenn man die Nachrichten über den nächsten Fast-Banken-Zusammenbruch hört. Das schlimmste daran ist, dass ich zumindest zwar rudimentär nachvollziehen kann, was da so vor sich geht — ne richtige Ahnung hat man aber trotzdem nicht. Aber man ist zum Glück nicht allein.

Und dann lobt man sich Angebote wie This American Life, ein Podcast aus Chicago, welcher wöchentlich mit gut aufbereiteten neuen Themen überrascht. TAL hatt im März bereits einen Podcast namens The Giant Pool of Money herausgebracht, welcher verständlich erklärte, was Mortgage Backed Securities sind, wie und warum sie entstanden und warum sie schlußendlich zum Mortgage Meltdown und zum Subprime Desaster geführt haben.

Nun, seit Mai hat sich die Geschichte ein wenig entwickelt. Es ist keine Subprime-Krise mehr es ist eine Bankenkrise geworden. Und um ein wenig aufzuholen gibt es eine neue Ausgabe von TAL, Another Frightening Show About The Economy (engl., knapp 60 min), in der gut erklärt wird, wie das ganze mit dem Interbankenmarkt funktioniert, warum ein Vertrauensverlust so problematisch ist (Hint: keine Transaktionen mehr) etc. pp.

Kurzer Rundumschlag für alle, die mal kurz wissen wollen, was in unserer Welt eigentlich grad abgeht. (Vielleicht noch mal bei Jeff Jarvis vorbeischauen)

Wählen in Springfield.

Posted in Politik by Martin Spindler on October 6, 2008

Springfield, diese Stadt in den USA von der niemand so Recht weiß, wo sie liegt. Aber gewählt wird dort auch. Allerdings werden dort die schlimmsten Befürchtungen war, wie dieses exklusive Video des Wahlaktes zeigt:

Allerdings kann man ja beruhigt sein, dass ein solches Fehlverhalten der Wahlmaschinen natürlich nicht auftreten wird. Wozu auch? Nach den Angaben von The Onion liegen die Wahlergebnisse dem Automatenhersteller Diebold schon vor.

Es sollte klar sein, dass es sich beim letzteren Angebot um eine humoristische Seite handelt. Dennoch sollten die Gefahren elektronischer Wahlmaschinen nicht unterschätzt werden.