Mjays Planet

Atoms&Bits – here we go!

Posted in Web by Martin Spindler on September 2, 2009

Das atoms&bits-Camp ist eine der zentralen Veranstaltungen des atoms&bits-Festivals. Dazu laden wir alle Interessierten am Samstag, den 26. und Sonntag, den 27. September ims ÏMA Design Village nach Berlin-Kreuzberg ein.

Themen

Um diese fünf Themen dreht sich auch das Camp:

  • neue Arbeitsformen (selbstbestimmte Arbeit, Coworking)
  • neue Lust am Bausteln (bauen, basteln, Do-it-yourself)
  • neue alte Kultur der Offenheit (OpenEverything, Creative Commons)
  • neue Formen politischen Engagements
  • neue Kunst, Kunst zu machen (the Art of Production of Art)

sowie das großartige, kleine, feine, schöne, private, öffentliche Netz, das alles verbindet und damit erst möglich macht. Beim Camp wird es neben einem offenen BarCamp/Web-Bereich eigens eingerichtete, kuratierte Räume geben, in denen die zentrale Themen des a&b-Festivals aufgegriffen und diskutiert werden.

Anmeldung

Morgen abend werden wir im mixxt-Netzwerk die erste Runde der verfügbaren Plätze für das atoms&bits-Camp freigeben. Um zu vermeiden, dass alle verfügbaren Plätze in kürzester Zeit ausgebucht sind, werden wir Menschen auch über andere Kanäle als das twitter– und mixxt-Universum einladen und ihnen eine Anmeldung über alternative Wege ermöglichen. Die Teilnehmerliste bei mixxt ist deswegen zunächst auf 150 Plätze begrenzt. Link zur Anmeldung zum Camp bei mixxt: Camp – Samstag und Camp – Sonntag. Ganz besonders freuen wir uns über Anmeldungen per Postkarte ans a&b-Camp, c/o Studio70, Kottbusser Damm 70, 10967 Berlin. Alternativ ist eine Anmeldung per E-Mail an camp [ätt] atomsandbits.net möglich. It’s up to you!

Informationen

Alle Informationen zur Location, zum Inhalt und vor allem auch zum Festival findet ihr im mixxt-Netzwerk und auf unserer Website http://atomsandbits.net, die von Tag zu Tag bunter und voller wird :)

Mitmachen

Wer sich am Gelingen von Festival und/oder Camp beteiligen möchte, ist natürlich herzlich willkommen! Freiwillige Helfer für Auf- und Abbau oder Empfang dürfen sich hier verewigen: Camp – Organisation. Informationen über eigene Veranstaltungen im Rahmen des Festivals, egal an welchem Ort der Welt, haben wir hier zusammengestellt: Mitmachen. Wer sich zu einem Thema besonders einbringen oder Fragen im Vorfeld klären möchte, kann sich an die entsprechenden Themenverantworlichen (unter “Team – Tracks”) wenden. Diesen stehen darüber hinaus weitere Teilnehmerkontingente zur Verfügung.

Sponsoren

Einige Sponsoren (wie T-Systems MMS, Blogpiloten, trabayo oder t3n – Herzlichen Dank an euch!) sind schon an Bord, wir suchen allerdings noch nach weiterer finanzieller, infrastruktureller und kulinarischer Unterstützung. Anfragen und Hinweise nehmen wir gerne unter sponsoring [ätt] atomsandbits.net entgegen.

Bundestagswahl

Zur Bundestagswahl wird es am Sonntag im Anschluss an das Camp eine große Wahlparty mit Berichterstattung und Liveschaltungen in der Festivalzentrale “betahaus” geben, die direkt neben der Camp-Location liegt. Eine große Bitte: Wer am Tag der Wahl nicht in die Nähe seines Wahllokales kommt, möge doch bitte schon heute die erforderlichen Briefwahlunterlagen anfordern (geht prima online, für Berlin z.B. hier) und seine Stimme nicht an Horst Schlämmer verschenken!

Spread the word!

Eine Verbreitung dieses Texte ist ausdrücklich erwünscht! Eigene Berichte am Besten mit #anb oder #atomsandbits taggen, und auf der Berichte-Seite eintragen.

It’s Your Ride NY

Posted in Web by Martin Spindler on April 8, 2009

Werbung? Ja, Werbung. Auch wenn man es nicht wirklich glaubt, dass dieser Kurzfilm, Werbung sein soll.

Fahrradfahren in New York City. Man kennt die Videos ja von den Fahrradnerds. Aber dieser Film ist einfach großartig. Unbedingt anschauen.

Edit: Und da ich auf wordpress.com immer noch nichts anderes als Youtube-Videos einbinden kann, gibt’s leider nur den Link: It’s Your Ride on Vimeo

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Web Trend Map 2008

Posted in Web by Martin Spindler on April 6, 2009

Spreeblick hat schon darauf aufmerksam gemacht: die neue WebTrendMap der InformationArchitects ist in der Final Beta erschienen und ist hier zu finden.

Wie schon in den Jahren zuvor bietet sie die beste Visualisierung des Webs, die man finden und sich ruhigen Gewissens an die Wand hängen kann. Die Karte soll wieder in einer Auflage von 1000 Exemplaren als A0-Druck erscheinen. Dafür sollte man sich dann aber ranhalten. Erfahrungsgemäß (d.h. wie ich letztes Jahr feststellen musste) ist sie recht schnell vergriffen.

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Lesebefehl

Posted in Web by Martin Spindler on April 5, 2009

Nachdem ich es zur diesjährigen re:publica nicht geschafft hatte, bei Peter Glaser vorbeizuschauen und mich danach auch ein kleines bisschen geärgert habe, nachdem ich die Reaktionen anderer zu seinem Vortrag mitbekommen habe, musste ich das gute Stück natürlich online lesen. Und das sollte man auch als Leser dieses Blogs tun.

In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben? bei Glaserei.

Weiterhin sehr zu empfehlen und wirklich unbedingt anzuschauen ist der Vortrag Lawrence Lessigs, dem Gründer von Creative Commons, der über Gesellschaft und Netz und Copyright spricht. Und nebenbei: Lessig ist ein Meister mit PowerPoint. Ich hoffe die Slides tauchen bald auf, denn die sind im Video nicht wirklich gut zu erkennen.

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Houston, wir haben ein Problem

Posted in Web by Martin Spindler on November 25, 2008

Wir müssen reden. Über Social Media, das Bloggen, Twittern, und was wir sonst so machen, in diesem Internet, in diesem Web 2.0.

Es gibt mal wieder ein Debatte in Kleinbloggersdorf, welche die Journalisten wohl als selbstreferentiell bezeichnen würden. Der Economist titelt von der Krise des Bloggens, weil es im Mainstream angekommen ist. Andere wundern sich, dass ihr Feedreader nicht mehr so voll ist, wie noch vor kurzem. Wieder andere wundern sich über mangelnde Produkt- und Servicevorstellungen außerhalb der kommerziellen Plattformen wie TechCrunch oder GigaOm. Ist das Bloggen also in der Krise?

Die klassische Antwort lautet hier wohl, wie so oft: Kommt darauf an. Denn sicher gelten die Befunde, die seit Anfang des Jahres zu beobachten sind. Der Vernetzungsgrad sinkt. Die Akzeptanz sinkt. Und dennoch zeigt gerade das Beispiel Zwanziger, das Blogs konzertiert immer besser wirken können. Das erscheint auf den ersten Blick ziemlich Paradox.

Und dann stoße ich auf einen ziemlich anregenden Post bei Medienelite, der genau das versucht auszudrücken, was mir auch seit längerem durch den Kopf geht, nämlich: es gibt so viele Kritiker, aber warum gibt es dann keine wirklich guten Angebote? Es gibt so viele Projekte, aber die wenigsten erreichen etwas. Es ist schon richtig, dass Basic fragt: Was haben wir erreicht? Denn die Frage muss man sich zwangsläufig stellen, wenn man den anderen immer vorwürft: Ihr werdet untergehen, sterben, ihr macht das falsch, rafft es doch endlich.

Die allgemeine Stimmung bei Basic war, dass man Bloggen und Social Media doch einfach als Zeitvertreib sehen solle. Das mag stimmen, verfehlt aber den Punkt. Denn solange zwanghaft versucht wird, dem Komplex Old Media beizubringen und vorzubeten, ja sie anfleht, sich doch endlich mal um dieses Internet zu kümmern und ihnen gleichzeitig androht, sie gingen sonst unter, muss man sich zwangsläufig fragen: ist das denn tragbar?

Ich muss Don Alphonso Recht geben, wenn er sagt:

[Man muss] sich erst mal von den gegenseitlichen Bauchpinseleien lösen, dem frühen Lob der Unternehmung später eine angemessene Revision folgen lassen, gar innerhalb des Berliner Netzwerkes ein paar ehrliche Dinge sagen und einen Bruchteil so schonungslos sein, wie man die Kritik gegenüber den Medien formuliert.

Gemessen an den Erwartungen, die wir ja selbst an Social Media stellen, scheinen unsere eigenen Brötchen irgendwie nicht so ganz zu schmecken. Man spricht es nur nicht aus, sondern wundert oder empört sich über den wahrgenommenen Niedergang der Blogs. Mach einer wundert sich dann, dass Blogs nicht wahrgenommen werden, und dass Twitter immer noch ein Nischenphänomen ist, aber spielt dann weiter. Social Media als Selbstzweck. Blog pour le blog, wenn man so will.

Und da muss es nicht verwundern, dass so mancher Feedreader leerer erscheint als früher, hat sich doch dieses Konstrukt Blogosphäre allmählich aufgelöst. Das Gefühl, welches mit Büchern wie Wir nennen es Arbeit befeuert wurde, irgendwie dazu zu gehören zu dieser wie auch immer gearteten Medienrevolution, löst sich langsam im Staub auf. Es ist ja auch komisch, wenn auf einmal Strickblogs höhere Besucherzahlen und einen besseren Vernetzungsgrad haben, als das eigene, früher so gehypte, Blog über die neuesten Kinkerlitzchen im Netz. Willkommen in der Pubertät. Sinnkrise mit eingeschlossen.

All dieser Medienprotest, dieses betteln nach Aufmerksamkeit und die Forderung, dass sich die Strukturen doch endlich ändern mögen, trägt all die Züge einer klassischen Adoleszenz. Nur eine Frage scheint nicht wirklich gestellt zu werden: Wozu machen wir das?  Bloggen wir, wie Oliver Reichenstein glaubt, aus reinem Narzissmus? Was glauben wir, mit unserem Engagement innerhalb dieser sozialen Medien erreichen zu können, wenn wir Selbstdarstellung einmal außen vor lassen? Ist Bloggen, Twittern, die Präsenz bei Facebook, StudiVZ und Xing vielleicht doch nichts anderes als ein lebenslanger Bewerbungsprozess?

Es wird ganz gern vergessen, dass all diese neuen Kommunikationsformen nichts weiter sind als Werkzeuge. Dass sie eben keinen Selbstzweck haben. Dass es eben nicht darum gehen kann, zu bloggen, nur um einer von den Bloggern zu sein. ReadWriteWeb sagt das mit Al Gore: Web 2.0 needs a purpose. The Medium is the message, hin oder her. Ein Medium will mit Inhalten gefüllt werden. Und im besten Fall sind das dann Inhalte, die sich nicht in Protestbewegungen, gestützt auf falschen Vermutungen wie im Fall Heilmann, äußern, sondern die auch mal nachfragen.

Was ist also der Sinn hinter diesem Social Media? Die Demokratisierung der Medien, wie so gerne zitiert wird? Making voices heard? Dann bitte. Ich warte. Und versuche selbst, meinen bescheidenen Anteil daran zu leisten. Aber Bloggen nur um des Bloggens Willen? Dann können wir uns die Medienkritik sparen und uns wieder auf das letzte shiny new toy stürzen. Denn dann bleibt dieses Medium irrelevant. Und dann ist es auch besser so.

Da ist mir im Titel wohl ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen. Soll natürlich Houston heißen. Die URL ändere ich jetzt nicht mehr. ‘Tschuldigung.

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kurz verlinkt

Posted in Web by Martin Spindler on November 5, 2008

Ein kurzer Hinweis: Beim schweizerischen Tagesanzeiger gibt es derzeigt einen ziemlich guten Artikel zu den Digital Natives. [via futur:plom]

Obamania everywhere. Here’s why

Posted in Politik, Web by Martin Spindler on August 26, 2008

Das MIT hat eine nette Publikation, die sich Technology Review nennt. Titel der derzeitigen Ausgabe? How Obama really did it.

Und man muss sagen, dieser Artikel (6 Seiten)  ist wirklich lesenswert, beleuchtet er doch die Hintergründe des Erfolgs der Onlinekampagne genannten Präsidentschaftskandidatens. Kurz zusammengefasst könnte man wohl sagen: es geht um die feuchten Träume aller Marketingleute, nämlich umfassende Profile von Supportern zu erstellen, aktive Knotenpunkte in diesem sozialen Netz zu identifizieren und zu aktivieren. Beschrieben wird Microtargeting, so z.B. SMS-Kampagnen zur Wählermobilisierung und es geht um Crowdsourcing – Telefonstaffeln, delegiert an Freiwillige zu Hause und keine Wahlkampfhelfer. Es wird das Szenario beschrieben, dass die Kampagne quasi schon aufgebaut ist, bevor die organisierten Wahlkampfhelfer überhaupt am Ort des Geschehens eintreffen.

Und all dies wird über die Plattform mybarackobama.com organisiert. Diese Plattform, und wohl mehr noch die dortigen Community Manager, scheinen unglaubliches Organisationspotenzial zu haben.

Die Frage ist natürlich: könnte man eine solche Kampagne hier in Deutschland ähnlich aufziehen, und wenn man da einmal von den lächerlichen Versuchen, sich als Internetpartei zu profilieren absieht, scheinen die strukturellen sowie die Mentalitätsunterschiede zu groß zu sein.

Das deutsche Parteiensystem lässt leider schwer von seiner Top-Down-Struktur lösen. Zu herausgehoben ist die Rolle der Partei im deutschen Grundgesetz, zu festgefahren der Karren der Parteienkultur. Das klingt jedoch nach Entschuldigungen an die Struktur, es gar nicht erst zu versuchen.

Treffender ist dann wahrscheinlich doch die Diagnose, die auch oben genannter Artikel bei Technology Review aufstellt: Obamas Online-Kampagne lief letztendlich nur deshalb so gut, weil sie im Mittelpunkt der Gesamtkampagne stand. Und während hier die Angst vor dem Internet weiter geschürt wird, werden die Erfolge ausbleiben.

Viel entscheidender als jedoch ist jedoch, dass sich viele Menschen von Obama wirkliche Veränderung erhoffen und daran glauben. Und das ist das Fundament. Obamas Kampagne gibt den Jüngern die Mittel an die Hand, die Botschaft weiterzutragen. Der Antrieb jedoch, dies zu tun, kommt aus der eigenen Überzeugung. Andernfalls ließe sich die Masse an user generated content für Obama kaum erklären. Und jetzt stelle ich die Frage in den Raum: wann kommt die erste Arbeit, die Obamas Kampagne mit dem Apple-Marketing vergleicht?

Hat denn niemand von AOL gelernt?

Posted in Politik, Web by Martin Spindler on July 17, 2008

Es geht mal wieder um Umverteilung, um Ausgebeutete und solche, die auf dem Rücken anderer Geld verdienen, und im wesentlichen geht es um Kontrolle. Die Rede ist nicht vom Kommunismus, die Rede ist nicht vom Merkantilismus. Es geht mal wieder um die Netzneutralität.

Man kann schon einiges davon gehört haben. Man könnte beispielsweise von Jonathan Zittrains Buch The Future of the Internet: And How to Stop It gehört haben. Oder man könnte von dem FCC-Hearing gehört haben, in dem ComCast vorgeworfen wurde, den Datendurchsatz bei Torrents künstlich zu drosseln. Ähnliches wurde auch dem hier ansässigen Provider KabelBW unterstellt. (more…)

Firefox Download-Day

Posted in Web by Martin Spindler on June 17, 2008

Heute ab 19:00 Uhr ist es soweit. Die erste stabile Version von Firefox 3 steht zum Download bereit.
Und um das gebührend zu feiern, wird direkt einmal versucht, einen Weltrekord zu brechen–den der meisten Downloads innerhalb von 24 Stunden.

Wer sich also schon länger aufgrund der Beschränkung des Internet Explorers ärgert, sollte heute abend umsteigen:

Download Day 2008

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Was ist eigentlich dieses Social Media?

Posted in Web by Martin Spindler on May 30, 2008

Es gibt ja einige Leser dieses Blogs, die runzeln die Stirn, wenn ich Ihnen von Twitter, FriendFeed oder Rivva erzähle, die selbst diese Blog mit kritischen Augen sehen und sich fragen: “Warum macht der das eigentlich?”

Und wie ich schon bei Twitter festgestellt habe: es gibt einfach Leute, die können besser erklären als ich. Und daher gibt es jetzt hier das schöne Video aus der CommonCraft Show – Reihe, dieses mal mit dem Titel “Social Media in Plain English”.

 [Direktlink][via]

 

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