Mjays Planet

Wait–That’s it? Wie man aus Gästen Gegner macht.

Posted in Musik by Martin Spindler on October 18, 2008

Am Dienstag, wir hatten uns schon länger darauf gefreut, kamen 1000 Robota nach Heidelberg.

1000 Robota - Foto by Ria

Und nachdem wir uns bei mir schon ein wenig warm getrunken hatten, waren wir dann auch irgendwann im Teufel, hörten uns die Vorband an. (Karamel – sollte man mal reinhören)

Und irgendwann kamen dann auch die Jungs von 1000 Robota – und hier fängt die Geschichte an, die davon handelt, wie man aus aufgeschlossenen Gästen keine Fans sondern Gegner macht.

Um die Fakten kurz zu fassen: der Gig lief über gerade einmal fünf oder sechs Songs, endete mit einem fluchtartigen Abtritt der Band und hatte seinen Höhepunkt in der Beleidigung sowohl der Location, des Tontechnikers und des gesamten Publikums.

Die Kommentare zu diesem Konzert bei Last.fm fallen auch entsprechend aus:

übel das konzert. die rumpöbelei gegen den tontechniker und das publikum war echt das letzte.

Nun konnte man natürlich wissen, dass 1000 Robota eine ziemlich arrogante Band ist. Wer sich Oasis und Pete Doherty zum Vorbild nimmt, muss wohl auch so handeln. Und Aufmerksamkeit generiert man so sicherlich. Wer rumpöbelt fällt auf. Dieses Mantra is so sicher wie die positiven Auswirkungen sexueller Abbildungen auf die Verkaufszahlen eines beworbenen Produktes.

Nun kann man das als Strategie natürlich machen. Und klar kann man als Band auch ordentlich Eintritt verlangen und nach 20 Minuten wieder abhauen. Und natürlich kann man Oasis-Like das Publikum beleidigen.

Dann sollte man sich allerdings nicht wundern, wenn Leute auch entsprechend darauf reagieren. Und vor diesem Hintergrund ist es dann schon erheiternd zu sehen, dass eine Band auf der Bühne die Leute, denen sie ihr täglich Brot zu verdanken haben, beleidigen, im Netz auf einmal peinlich darauf bedacht sind, ihr Image zu pflegen.

Und so kann man Google’s Cache danken, der Manipulationen zugänglich macht, so zum Beispiel, dass 1000 Robota missliebige Kommentare auf ihrer MySpace-Seite einfach löscht. Kommentarlos. Ohne Vorwarnung.

Und da kann man dann noch so oft während des Konzertes behaupten, dass es einem für die Leute leid täte für die Leute, die gekommen wären um tatsächlich die Band zu sehen. Und verpsrechen das man wiederkäme. Der erste Eindruck ist geschehen. Und der war alles andere als vielversprechend.

Die Musik selbst ist eine andere Geschichte und hörenswert. Höreindrücke gibt es bei MySpace.

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