Netzneutralität, mal wieder

Warum es so schwer ist, das Netz offen zu halten.

Vor einiger Zeit gab es auch in Deutschland ein kurzes Blip zum Thema Netzneutralität. Damals ging es um den Anbieter Kabel Deutschland und die Geschwindigkeitsdrosselung bei bestimmten Services, vorzugsweise Torrents. Schon damals habe ich auf die Kontroverse in den USA hingewiesen.

Jetzt gibt es wieder neues zum Thema, und zwar aus Großbritannien. Dort schickt sich der zweitgrößte ISP, Virgin Media, an, die Netzneutralität zu kippen und befindet sich bereits in Gesprächen mit Diensteanbietern, um Ihnen Vorzugsbandbreite gegen entsprechendes Entgelt anzubieten. Zum Thema Netzneutralität äußert er sich folgend:

This net neutrality thing is a load of bollocks.

Warum ist das so signifikant? Hier werden einmal mehr die Grundsätze, nach welchen das Internet noch heute konstituiert sein sollte, angegriffen. Jedoch fehlt in England die Instanz, welche sich wie im Falle von Comcast in den USA für die Netzneutralität einsetzt.

Konsequenz einer Abkehr der Netzneutralität wäre die Verlangsamung bis hin zur nicht-erreichbarkeit bestimmter Services bei bestimmten ISPs. Also das Gegenteil eines offenen Netzes offener Standards. (via)

Nachtrag: Freie Netze gibt einen Denkanstoß für eine deutsche Debatte, sollte hier ein öffentlich-rechtliches Internetangebot einmal wirklich etabliert werden.

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