Netzneutralität jetzt auch in Deutschland problematisch?

Vor einiger Zeit tauchte die Frage der Netzneutralität das erste mal auf meinem Radar auf. Da ging es um ein Congress Hearing zum Verhalten des amerikanischen ISP Comcast, welcher Bittorrent blockiert. Die ganze Thematik flackerte mehrmals durch den CNet Feed, und eigentlich muss ich sagen, hab ich das gar nicht weiter beachtet.

Die von Comcast vorgebrachten Argumente im FCC Hearing vom 25.02. (CNet Artikel) bezogen sich auf excessive bandwith usage durch die Torrents und dass man in Stoßzeiten die Bandbreite regulieren müsse, um jedem entsprechende Bandbreite zur Verfügung zu stelllen. Jedoch wird Commisioner Robert McDowell mit den Worten zitiert:

I think if Comcast did not also provide video services, we would not be here having this debate.

Und jetzt postet Netzpolitik einen Artikel, welcher hier dem Provider Kabel Deutschland gleiches Verhalten unterstellt.

Auch hier stellt sich natürlich die Frage: ist die Argumentation korrekt? Gibt es auf Providerseite tatsächlich Bandbreitenengpässe? Oder kann man Kabel Deutschland die gleichen Vorwürfe machen, wie McDowell diese gegenüber Comcast äußert?

Man kann nur hoffen, dass die entsprechend betroffenen Kunden sich vernünftig verhalten und den Provider wechseln, wie Netzpolitik das empfiehlt. Abstimmungen mit den Füßen waren bislang immer die erfolgreichsten. Sollte das jedoch nicht funktionieren, muss man wahrscheinlich auch in Deutschland bald über gesetzliche Regelungen zur Netzneutralität nachdenken.

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1 Kommentar(e)

  1. Pingback von Netzneutralität, mal wieder « Mjays Planet on April 14, 2008 9:20 Uhr vormittags

    [...] einiger Zeit gab es auch in Deutschland ein kurzes Blip zum Thema Netzneutralität. Damals ging es um den Anbieter Kabel Deutschland und die Geschwindigkeitsdrosselung bei bestimmten [...]

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